Afghanistan von innen

Bürgerkrieg, Taliban und Opiumanbau: Reisen erscheint in dem Land am Hindukusch unmöglich. Ursprünglich wollten Monika Koch und Heiner Tettenborn nur in Jalalabad ehrenamtlich an Schulen unterrichten, ein bis dahin fast unvorstellbares Vorhaben – zu Hause ist Sie in Süddeutschland Tierärztin, er Anwalt. Doch bald schließen sie Freundschaften zu vielen Afghanen.

Im Schutz der Familien ihrer neuen Freunde können sie nun unverhofft weite Teile des Landes erkunden. Die Faszination und Schönheit, aber auch die Schwierigkeiten dieses Landes entdecken Sie von nun an auf zahlreichen Expeditionen. Sie erlangen einen tiefgründigen Einblick in das Leben dieses Landes und die Herzen der Menschen wie es nur wenigen gelingt.

Im Südosten lernen sie als Gäste eines ehemaligen Mudschahedin-Führers die archaische Stammesgesellschaft der Paschtunen kennen. Wo der Staat kaum Macht hat und keine Sicherheit bieten kann, schützen nur eine große und starke Familie und die Blutrache vor Kriminalität. In Landeskleidung im Auto ihres Freundes unterwegs, werden sie von westlichen Soldaten mit dem Maschinengewehr bedroht.

Nach einiger Zeit können sich Monika und Heiner auch auf Dari und Paschtu, den beiden Landessprachen verständigen. Dies eröffnet Monika einen besonderen Zugang zur Welt der afghanischen Frauen. In Gesprächen über Gott und die Welt, Politik und Geschichte lernen die beiden die Sichtweisen vieler Afghanen kennen und verstehen.

Seit ihrer ersten Reise zwischen 2003 und 2005 waren sie mehrmals wieder länger in Afghanistan und konnten sehen, wie sich die Lage jedes Jahr verschlechterte. Was bleibt, ist die ungebrochene Freundschaft ihrer afghanischen Gastgeber.

Für ihre Dia-Reportage haben Monika und Heiner mehrere Preise gewonnen, darunter den begehrten Publikumspreis beim österreichischen El Mundo-Festival.

Die beiden Reisenden bringen den Zuschauern ein Afghanistan nahe, das in den Medien oft zu kurz kommt: Faszinierend und wunderschön.

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